1. Anzahl Zimmer und Fläche
Der offensichtlichste Faktor und meist die Grundlage der Kalkulation. Wichtig ist aber nicht nur die Quadratmeterzahl: Viele kleine, verwinkelte Räume brauchen mehr Zeit als eine gleich grosse offene Fläche, weil Ecken, Kanten und Türrahmen dazukommen.
2. Zustand der Wohnung
Der Faktor mit dem grössten Einfluss – und der am meisten unterschätzte. Besonders zeitaufwendig sind:
- Verkalkte Duschen, Armaturen und Duschabtrennungen
- Stark benutzte Backöfen mit eingebrannten Rückständen
- Vergilbte oder verschimmelte Fugen in Bad und Küche
- Fettablagerungen an Dunstabzugshaube und Küchenfronten
- Böden, die lange nicht grundgereinigt wurden
3. Anzahl Bäder und WC
Bäder sind der zeitaufwendigste Bereich einer Endreinigung. Alles muss entkalkt werden – Dusche, Armaturen, Abtrennung, Fugen, Spülkasten. Eine Wohnung mit zwei Bädern kostet deshalb spürbar mehr als eine gleich grosse mit einem.
4. Anzahl Fenster, Storen und Rollläden
Bei einer Endreinigung werden Fenster innen und aussen gereinigt, inklusive Rahmen, Falzen und Simsen. Dazu kommen oft Storen, Rollläden oder Lamellen. Eine Wohnung mit vielen kleinen Sprossenfenstern – häufig in älteren Liegenschaften – ist deutlich aufwendiger als eine mit wenigen grossen Scheiben.
5. Zusatzflächen
Keller, Estrich, Garage, Balkon oder Sitzplatz gehören meist zum Mietobjekt und damit zur Abgabe. Ob sie im Auftrag enthalten sind, sollten Sie ausdrücklich klären – es ist ein häufiger Streitpunkt.
6. Termindruck
Endreinigungen häufen sich zum Monats- und Quartalsende, weil die meisten Mietverhältnisse dann enden. Ende März, Ende Juni und Ende September sind die dichtesten Zeiträume. Sehr kurzfristige Termine in diesen Wochen werden anders kalkuliert als ein Termin, der drei Wochen im Voraus geplant ist.