Wie oft sollte ein Büro gereinigt werden?

Kurz gesagt: Für ein Büro mit 1–5 Personen sind ein- bis zweimal wöchentlich üblich, ab 6 Personen zwei- bis dreimal, ab 20 Personen täglich. Sanitäranlagen und Küche brauchen fast immer häufigere Reinigung als die Büroräume selbst – deshalb lohnt es sich, den Rhythmus nach Bereich zu unterscheiden statt für das ganze Objekt gleich festzulegen.

Die Richtwerte

Diese Werte beruhen auf unserer Erfahrung aus der täglichen Arbeit. Sie sind eine Orientierung, keine Vorschrift.

BereichBetriebsgrösseÜbliche Häufigkeit
Büroräume1–5 Personen1–2× wöchentlich
Büroräume6–20 Personen2–3× wöchentlich
Büroräumeab 20 Personentäglich bzw. 5× wöchentlich
Sanitäranlagenohne Publikumsverkehr2–3× wöchentlich
Sanitäranlagenmit Publikumsverkehrtäglich
Küche / Pausenraumbei täglicher Nutzungtäglich
Küche / Pausenraumbei seltener Nutzung2× wöchentlich
Eingang und Gängewie Büroräume
Sitzungszimmernach Nutzung
Fensterreinigung2–4× jährlich
Grundreinigung Böden1–2× jährlich

 

Was den Rhythmus tatsächlich bestimmt

Anzahl Personen

Der wichtigste Faktor. Mehr Menschen bedeuten mehr Schmutzeintrag, mehr Abfall und mehr Nutzung der Sanitäranlagen.

Publikumsverkehr

Ein Büro ohne Kundenkontakt braucht deutlich weniger als eines mit Empfang und Wartebereich. Wer Kundschaft empfängt, hat zudem einen Anspruch an das Erscheinungsbild, der über die reine Hygiene hinausgeht.

Bodenbeläge

Teppich verzeiht mehr und zeigt Schmutz später – braucht dafür in grösseren Abständen eine gründliche Behandlung. Harte Böden zeigen jeden Fussabdruck, lassen sich aber schneller reinigen.

Art der Tätigkeit

Ein reines Bürogeschäft verschmutzt anders als ein Handwerksbetrieb mit Werkstatt oder ein Betrieb, in dem Material umgeschlagen wird.

Jahreszeit

Im Winter tragen nasse und salzige Schuhe deutlich mehr Schmutz ein. Manche Betriebe erhöhen den Rhythmus von November bis März und reduzieren ihn im Sommer.

Der häufigste Fehler: ein Rhythmus für alles

  • Viele Betriebe vereinbaren «zweimal wöchentlich» für das gesamte Objekt. Das führt fast immer zu einem von zwei Problemen: Entweder ist es für die Büroräume zu viel – oder für die Sanitäranlagen zu wenig.Sinnvoller ist eine gestaffelte Lösung, zum Beispiel:
    • Täglich: Sanitäranlagen, Küche, Abfall
    • Zweimal wöchentlich: Büroräume, Böden, Oberflächen
    • Monatlich: Sockelleisten, Türen, Heizkörper, Lichtschalter
    • Zweimal jährlich: Fenster
    • Jährlich: Grundreinigung der Böden

    So zahlen Sie nur dort für hohe Frequenz, wo sie nötig ist.

Woran Sie merken, dass der Rhythmus nicht stimmt

Zu selten:

  • Beschwerden über die Sanitäranlagen
  • Sichtbarer Schmutz auf den Böden kurz nach der Reinigung
  • Volle Papierkörbe zwischen den Terminen
  • Staub auf Bildschirmen und Ablagen

Zu häufig:

  • Beim Eintreffen der Reinigung ist kaum etwas zu tun
  • Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum sichtbaren Ergebnis
  • Die Reinigung stört den Betrieb

Ein guter Dienstleister spricht Sie von sich aus an, wenn der Rhythmus nicht passt – auch dann, wenn eine Reduktion für ihn weniger Umsatz bedeutet.

Häufige Fragen

  • Ist tägliche Reinigung für ein kleines Büro nötig?

    Für die Büroräume meist nicht. Für Sanitäranlagen mit Publikumsverkehr durchaus.

  • Wann sollte gereinigt werden?

    Ausserhalb der Arbeitszeit – früh morgens oder nach Feierabend. Das stört niemanden, und die Räume sind zum Arbeitsbeginn frisch.

  • Was ist der Unterschied zwischen Unterhalts- und Grundreinigung?

    Die Unterhaltsreinigung ist die regelmässige, wiederkehrende Reinigung. Die Grundreinigung ist eine intensive Reinigung in grösseren Abständen. Ausführlich erklärt in einem eigenen Beitrag.

  • Kann der Rhythmus später angepasst werden?

    Ja, und das sollte er auch. Wenn sich Personenzahl oder Nutzung ändern, gehört die Vereinbarung angepasst.